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LEAN Week bei Trumpf Schweiz AG in Grüsch

LEAN Week bei Trumpf Schweiz AG in Grüsch
Datum: 2017/11/27

Bericht

Trumpf Grüsch

In der bisher größten Lean Week durfte das „Team Schweiz“ zugleich auch den ersten “internationalen” Industrieeinsatz der Hochschulgruppe einweihen.

Hierzu verschlug es 10 unserer Mitglieder vom 27.11.2017 bis zum 1.12.2017 zur Trumpf Schweiz AG nach Grüsch. Dieser Standort ist für die Montage diverser Lasermaschinen und deren Schaltschränke zuständig. Am ersten Tag wurden wir mit einer kurzen Einführungsveranstaltung, einem Rundgang in der Produktionshalle sowie einem wunderschönen Bergpanorama begrüßt und durften uns sogleich innerhalb der zwei Gruppen an die Arbeit machen. Team 1 beschäftigte sich hierbei für den Verlauf der Woche mit dem Modulbau für die Schaltschränke, während Team 2 sich der nachgelagerten, getakteten Endmontagelinie annahm.

Ziel beider Teams war es bis zum Ende des Einsatzes eine Verminderung der Durchlaufzeit um 30% zu erzielen. Uns fiel bereits während der ersten Prozessbeobachtungen auf, dass dies wahrscheinlich ein schwieriges Unterfangen werden wird,  denn in Puncto Arbeitsplatzgestaltung und Ergonomie lässt sich Trumpf nicht viel vormachen. Nichtsdestotrotz nahmen beide Teams vollmotiviert die Herausforderung an und vertieften sich in ihre jeweilige Prozessaufnahme, dokumentierten ihre Auffälligkeiten und schrieben ihre T-Diagramme nieder. Dies verzögerte sich teils bis zum Dienstagabend, da die für unsere Aufgabenstellung relevanten Module und Schaltschränke nur zu sehr unterschiedlichen Zeiten produziert wurden.

Im Anschluss der Aufnahme des Status quo ging es dann an die Verarbeitung und Systematisierung der Informationen, um relevante Stellhebel zu identifizieren, die die Durchlaufzeit beeinflussen. Als Grundlage dienten uns hierzu vor allem der Logikbaum, das Ichikawa Diagramm und die EPA-Analyse (Einfluss-Potential-Aufwand-Analyse), für die wir uns reichlich Zeit gelassen haben. Die wertvollen Stellhebel, die wir hieraus ermitteln konnten und die auch seitens Trumpfs sehr wertgeschätzt wurden, halfen uns dann im weiteren Verlauf die ersten praktischen Initiativen in Form von Experimenten zu ergreifen. Es wurden unter anderem Kabelwägen gebaut, Schablonen entworfen, Werkzeuge neue priorisiert und neu angeordnet, Kommissionierwägen umgebaut und Standardabläuft definiert.

Während Team 2 schon am Mittwoch die ersten Experimente fahren konnte, startete Team 1 aufgrund der Bearbeitungsreihenfolge der Module erst am Donnerstag hiermit. Beide Teams gingen nach dem hochschulinternen Problemlösezyklus vor und achteten zur Gestaltung und Durchführung dieser Experimente vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern an den jeweiligen Stationen. Obwohl wir zeitbedingt nicht alle gewünschten Experimente in Angriff nehmen konnten, so haben die durchgeführten doch eine erhebliche Verbesserung erzielt und bargen auch für uns Lernerfahrungen. Darüber hinaus konnten wir uns mit den zuständigen Mitarbeitern zusammensetzen, um die restlichen Stellhebel zu evaluieren und unsere Vorschläge einfließen zu lassen, sodass die Trumpf AG ihre Maßnahmen hierzu in naher Zukunft selbst implementieren kann.

Zum Schluss ließen wir dann in einer Abschlusspräsentation die gesamte Woche nochmal Revue passieren. Diese Präsentation wurde wie auch schon die täglichen Feedbackpräsentationen zuvor von Management und allen verantwortlichen Mitarbeitern besucht. Darüber hinaus durften wir hier ebenso unsere Visionen für weitere Optimierungspotentiale vorstellen.

Insgesamt konnten wir eine große Lernerfahrung verzeichnen und waren äußerst erfreut und erstaunt über die Offenheit, Unterstützung, Kommunikation und Motivation, die uns seitens der gesamten Belegschaft der Trumpf Schweiz AG entgegenkam. Auch die kulinarischen Highlights waren außergewöhnlich. Aus diesem Grund möchten wir den Mitarbeitern und allen Teammitgliedern nochmals unseren Dank aussprechen.